Aktuelles - Corona und Musikunterricht

Corona und der individuelle Unterricht der Musikschule Ungefucht

2020.03.23 | Individueller Musikunterricht online | Wir bleiben verbunden - wir spielen weiter!

Wie immer die „Ausgangslage“ in den nächsten Wochen sein wird – wir bieten professionellen Individualunterricht und die Musiklehrerinnen und -lehrer der Musikschule Ungefucht bleiben präsent!

Online-Unterricht ist derzeit DAS Mittel der Wahl – für alle, die sich gegen den persönlichen Kontakt entscheiden (müssen)! Wir verweisen in dem Zusammenhang auf die Corona-Verordnungen der Bundesländer, im Zweifel an die Ordnungsämter der betreffenden Städte/Kommunen, auch die Tonkünstlerverbände informieren.

Jedenfalls wird, was etliche erfahrene Musiklehrer seit Jahren erfolgreich praktizieren, gerade in der aktuellen Krise relevanter denn je und ist eine große Hilfe, damit wir Lehrer*innen unseren Beruf weiter ausüben können, unsere Schüler*innen keine Übepausen machen müssen, die sie wieder um einiges zurückwerfen würden!

Unsere Schülerinnen und Schüler freuen sich, wenn sie bei allen Einschränkungen dieser Tage wenigstens mit ihrem Musikunterricht fortfahren dürfen! Viele empfinden es als bereichernde Erfahrung, es macht ihnen großen Spaß, über Tools wie Skype, Zoom, Whereby u. a. verbunden zu sein und zu lernen.

Also, wem die „Ausgangslage“ nun zu eng wird und nicht sowieso schon auf online umgestellt hat:
Einfach anfangen, ausprobieren!

Es muss kein Unterricht abgesagt werden!
Von A wie Allgemeines und Akkordeonunterricht über G wie Gesangsunterricht, K wie Klavierunterricht, V wie Violinunterricht bis Z wie Zukunftsmusik – wir haben Tipps zusammengestellt und auch darüber hinaus Hilfestellungen parat!

Für weiterhin kontinuierlichen, professionellen, qualifizierten Musikunterricht!

 

Unsere Tipps zum Online-Musikunterricht

Musik heilt … - Musik verbindet …

Wir bleiben verbunden!

1. Was sind die technischen Voraussetzungen?
Laptop, Tablet, Desktop-Computer oder Smartphone (Hardware), ob Windows, Android oder Apple – es gibt jeweils geeignete Software-Plattformen einfach über den Browser von den Anbieter-Websites aus zu installieren: Whereby, Skype, Facetime, Zoom etc. Von einer Kollegin wissen wir, dass der Unterricht auch sehr gut über WhatsApp funktioniert.
Wir sind bei verbleibenden Fragen zur Technik gerne behilflich.

2. Wird ein Mikrofon benötigt?
Je nach Hardware-Qualität sind die eingebauten Mikros mehr oder weniger brauchbar. Falls man einen besseren Sound will, kann man entweder über eine externe Soundkarte (Audiointerface) gehen oder ein Mikro direkt über USB anschließen (vorzugsweise beim Laptop, beim Tablet wäre es komplizierter, aber auch machbar). Ebenso kann man zum besseren Verständnis noch Computerboxen anschließen (Kopfhörerausgang mit Stereoklinke mini raus oder per Bluetooth).

3. Wie sollte die Hardware positioniert sein?
Am besten so, dass der Oberkörper und das Instrument zu sehen sind, die Stimme des Lehrers zu hören ist.
- Bei Bläsern so, dass die Klappen oder Ventile und der Mund/Ansatz gut zu sehen sind,
- Schlagzeug am besten von oben aufnehmen.
- Beim Klavier seitlich oben,
- bei Gitarre/Bass frontal,
- bei Streichern entweder frontal (Cello/Kontrabass) oder oben (Geige, Bratsche). 

4. Was kann man tun bei technischen Problemen?
Wenn die Verbindung schlecht ist, hilft es oft, Skype bzw. das Programm zu schließen und wieder zu öffnen.
Manchmal sind zu viele Tabs im Browser geöffnet – alle schließen, um die Übertragung zu verbessern.
Sollte beides mal nicht helfen, sollte man das Video ausschalten und nur über Audio unterrichten, da dann mehr Bandbreite verfügbar ist

5. Wie geht man mit den Klangverzögerungen um?
Es gibt immer eine Klangverzögerung bei der Übertragung – je besser die beidseitige Internetverbindung, desto geringer die Verzögerung.
Eine Klavierbegleitung bzw. Instrumentalbegleitung bei den Liedern/Stücken und Übungen der Schüler ist wegen der Verzögerungen nicht möglich.
Der Lehrer kann aber den Ton angeben, Tonkorrekturen geben und Akkorde als Begleitung spielen.
Der Akkord soll idealerweise immer dann gespielt werden, wenn der Schüler den jeweils letzten Ton der vorhergehenden Übung spielt/singt. Dann entsteht keine Unterbrechung und man bleibt im Fluss.

6. Wie wird der Unterricht gestaltet?
Im Grunde wie der normale Face-to-face-Unterricht. Notenmaterial gegebenenfalls einscannen und per Mail vorab schicken.
- Wenn der Schüler bestimmte Übungsfolgen oder Lieder noch nicht beherrscht/kennt, kann der Lehrer diese vorab mit dem Handy selbst aufnehmen und ihm schicken.
- Eine eventuelle Karaoke-Version oder auch eine klassische Klavierbegleitung bzw. Instrumentalbegleitung, zu der der Schüler singen oder spielen will, soll er selbst von seinem Smartphone abspielen (z. B. für klassische Sänger: von impresario.ch) und dieses etwa einen Meter entfernt vom Laptop platzieren (Musik vom Laptop wird über Skype nicht gehört).
- Wenn der Lehrer viel mit Gestik und Mimik arbeitet, während der Schüler musiziert, kann durch weniger Unterbrechung Zeit gespart werden (= effizienter).
- Um Anweisungen zu geben, kann der Lehrer den Schüler durch Handzeichen unterbrechen. So entsteht keine allzu lange Pause aufgrund der Verzögerung.

7. Was sind die Vorteile des Online-Unterrichts?
- Der Unterricht findet weiterhin statt.
- Es ist gerade jetzt sehr von Nutzen, auf Online-Unterricht umsteigen zu können - das nehmen wir wahr.
- Die Handhabung ist einfach. Man braucht nur das Programm und Tablet, Laptop, Desktop-Computer oder auch Smartphone.
- Auch eine Probeeinheit z. B. 15 Minuten über Skype ist möglich.
- Musiklernende sollen im Training bleiben. Es schleichen sich leicht Fehler ein, wenn eine längere Pause entsteht. Gerade in dieser Zeit ist es besonders wichtig, am Ball zu bleiben!

Wie geschrieben, sind viele unserer Lehrkräfte und Schüler bereits „voll dabei“ und unterstützen sich gegenseitig.

 

2020.03.22 | Punkt 18:00 Uhr: „Musik aus den Fenstern" | Alle Musiker*innen!

Mit Begeisterung geben wir diese Nachricht weiter und rufen alle Musikerinnen und Musiker zum Mitmachen auf:

Wir werden

am Sonntag, dem 22.3.2020, um 18.00 Uhr

überall zu Hause aus unseren Fenstern, auf unseren Balkonen
- jeder für sich und doch gemeinsam - musizieren und damit Zuversicht und Hoffnung verbreiten.

Wir hoffen, dass deutschlandweit ganz, ganz viele diese Aktion mit ihren Instrumenten, ihrem Gesang unterstützen - für einen Moment das Isoliertsein, das gerade auch die Musikszene betrifft, unterbrechen.

... es gibt so viele Lieder, so viel Musik für ein schönes, inspiriertes und inspirierendes Abendkonzert!

Musik für Deutschland!
Auch wir sagen: Danke schön!

Lehrern, die online unterrichten, Schülern, die mitmachen und uns treu bleiben, Ärzten, Pflegepersonal, Kassierern, Verkäufern, Lieferanten, Helfenden und Mitwirkenden in allen Bereichen - allen, die solidarisch, tatkräftig, finanziell, ideell, moralisch unterstützen, sei es, indem sie wo möglich zu Hause bleiben und sich an die Regeln halten ...

 

2020.03.18 | Musikunterricht und Coronavirus | Information für März/April

„Musik verbindet ..."

„Musik heilt ..."

Generell bieten wir bis zu den Osterferien weiterhin unseren dezentralen Individualunterricht in Privaträumen des Lehrers oder Schülers an, der definitiv derzeit nicht untersagt ist. Teilweise unterrichten unsere Lehrkräfte bereits auch online.

Natürlich respektieren wir, wenn Schüler*innen und/oder Lehrer*innen vorerst auch auf den Einzelunterricht verzichten, weil Online-Unterricht für sie keine Option ist und/oder der persönliche Kontakt ihnen doch zu riskant ist.

Wir werden die Zeit bis nach den Osterferien/Ende April jedenfalls gut überbrücken können.

- Erstens haben wir bei unseren Unterrichtsvereinbarungen in Bezug auf die garantierte Stundenanzahl im Jahr ein paar Stunden "Puffer" - es gibt 38 Unterrichtswochen im Jahr. Das heißt, es können ohnehin einige Stunden ersatzlos wegfallen, ohne das Soll zu unterschreiten.
Davon möchten wir gerade in dieser kritischen Zeit Gebrauch machen. Dem Schüler soll nichts gestrichen werden, unsere Lehrkräfte sollen aber nicht ab sofort die Leidtragenden dieser Situation sein.
- Zweitens gibt es sowieso im April Osterferien, also regulär unterrichtsfreie Zeit.
- Drittens können eventuell trotzdem fehlende Stunden - die Anzahl ist ja durchaus noch überschaubar - sicherlich bald nachgeholt werden. Dies kann von Fall zu Fall mit uns bzw. unseren Lehrkräften abgesprochen werden.

„Musik heilt ..." - „Musik verbindet ..."

 

2020.03.13 | Musikunterricht in Corona-Zeiten | Empfehlungen/Regeln

Immer mehr Schulen, Kitas, öffentliche Räume werden, zumindest zeitweise, geschlossen, Firmen sagen Meetings ab und schicken ihre Mitarbeiter ins Homeoffice, Veranstaltungen werden abgesagt – denn überall, wo viele Menschen zusammentreffen, besteht die Gefahr, sich mit dem sich derzeit weltweit ausbreitenden Coronavirus Sars-CoV-2 (COVID 19) zu infizieren.

Dies muss im dezentral organisierten Individualunterricht, wie wir ihn von der Musikschule Ungefucht aus anbieten, nicht der Fall sein – so lange wir alle bewusst mit der Gefahr umgehen und dazu beitragen, dass die Verbreitung des Virus eingedämmt werden kann.

Das heißt, unser individueller Musikunterricht kann weiterhin stattfinden, unter Einhaltung einiger Regeln, Beachtung der Empfehlungen, die wir hier zusammengestellt haben.

Wir bitten insbesondere unsere Lehrkräfte und Schüler*innen, sie zu beherzigen, zu besprechen und weiterzugeben.

Vielen Dank für die Mitwirkung – und bleiben wir alle gesund und kommen gut durch diese schwierige Zeit!

Coronavirus: Regeln und Empfehlungen für den Umgang mit der Infektionsgefahr

1.) Wer von draußen kommt und Räumlichkeiten eines anderen (des Schülers oder des Lehrers) betritt, muss sich zuerst gründlich mit Seife die Hände waschen.

2.) Auf Umarmungen, Händeschütteln, Küssen usw. in den nächsten Wochen verzichten!

3.) Türklinken, Lichtschalter, Tastaturen wie auch mobile Geräte, eventuell auch Musikinstrumente, besonders bei Benutzung durch mehrere Personen, häufiger mit einem gegen Viren wirksamen Desinfektionsmittel reinigen.

4.) Husten, Niesen auf keinen Fall in die Hand oder offen, sondern in die Armbeuge.

5.) Taschentücher nur einmal verwenden, anschließend wegwerfen und Hände waschen.

6.) Bei Erkältungs-/Grippesymptomen dann sowieso erst mal bis zur Gesundung/Klärung zu Hause bleiben und keinen Live-Unterricht machen!
Unterricht über Skype bzw. online ist eine sehr gute und mittlerweile erprobte Möglichkeit.

7.) Es sollte zwischen dem Schüler-Lehrer-Paar jeweils Informationsaustausch darüber stattfinden, ob eine/r von beiden sich in letzter Zeit in einem „kritischen“ Land (Italien usw.) oder Gebiet in Deutschland aufgehalten hat und ob es im Umfeld Personen mit Verdacht auf Corona-Infektion oder mit tatsächlicher Infektion gibt.
Wenn dies der Fall ist, soll auch der Instrumental- oder Gesangsunterricht des betreffenden Schülers/Lehrers bis zur Klärung/Entwarnung/Genesung nicht stattfinden – es sei denn, es besteht die Möglichkeit des Online-Unterrichts.

8.) Wenn die Schule oder der Betrieb des Schülers/Lehrers wegen eines Verdachts- oder Infektionsfalles geschlossen wurde, soll auch der Instrumental- oder Gesangsunterricht des betreffenden Schülers/Lehrers bis zur Klärung/Entwarnung/Genesung nicht stattfinden – es sei denn, es besteht die Möglichkeit des Online-Unterrichts.

9.) Online-Unterricht ist natürlich immer eine Option, die wir gestatten und auch begrüßen.
Beispielsweise über Skype – oder mittels einer Software wie dieser: https://zoom.us/
Und sollte Unterricht tatsächlich über Wochen gar nicht stattfinden können wegen des Coronavirus, werden wir jeweils eine Regelung finden.

10.) Informiert bleiben! Täglich Nachrichten zum Coronavirus schauen/hören/lesen!
Sich infomieren auf den Webseiten der für die betreffende Region zuständigen Gesundheitsämter über den aktuellen Stand und die empfohlenen und getroffenen Maßnahmen.

11.) Der Musikschule mitteilen, wenn es im Schüler-/Lehrerumfeld kritische Entwicklungen gibt und wenn der Musikunterricht aufgrund der Corona-Situation im Einzelfall nicht stattfinden kann.

!!! Im Fall einer Corona-Erkrankung oder eines Corona-Verdachts beim Schüler/Lehrer selbst oder in dessen direktem Umfeld, im Krisen- bzw. Problemfall der Musikschule eine E-Mail schreiben.

Wir werden uns darüber miteinander austauschen, die Information vertraulich behandeln und gegebenenfalls – ohne Namensnennung – an andere möglicherweise Betroffene im Schüler-/Lehrerkreis der Musikschule Ungefucht weitergeben. !!!